Vorab gelesen Regelmäßig stelle ich hier Rezensionen von einschlägigen Fachbüchern vor.
Peischer Alexandra, Supervision für Studierende. Einsatzmöglichkeiten und Chancen eines bewährten Beratungsformates in einem neuen Kontext, Studienverlag, Innsbruck 2010, ISBN: 978-3-7065-4854-0
Graf Jürgen (Hrsg.) Seminare 2011. Das Jahrbuch der Management-Weiterbildung. ManagerSeminare Verlags GmbH, Bonn 2010, 480 Seiten, kt., ISBN 978-3-941965-11-9 Ein interessantes Nachschlagwerk zu Zahlen und Fakten sowie Trends am Weiterbildungsmarkt, allerdings mit dem Fokus Management-Weiterbildung. Einige der genannten Trends können sicherlich ebenso für den gesamte Erwachsenenbildungsbereich gelten. Vor allem das Kapitel Interne Multiplikatoren- Lernen von Kollegen möchte ich herausstreichen, in dem sehr ausführlich die Vor-und Nachteile von Lernarchitekturen it MulitplikatorInnen diskutiert werden. Sonst finden sich noch hilfreiche Beschreibungen und Kontaktadressen von Berufsverbänden und Seminaranbietern. Als Zielgruppen des Buches würde ich eher PersonalistInnen identifizieren. Nichts desto trotz kann das Buch aber auch für TrainerInnen interessant sein, um sich ein Bild über die eigene Branche und den Mitbewerb zu machen. Klein, Zamyat M. Zauberwelt der Suggestopädie - Ein innovativer Ansatz für Ihr Business Training, managerSeminare Verlags GmbH, Bonn 2010, ISBN 978-3-941965-06-5 Das die Autorin eine Trainerin mit viel Kreativität ist, hat sie mit ihren früheren Büchern „Kreative Geister wecken“ und „Das tanzende Kamel“, beide im managerSeminare Verlag erschienen, bereits bewiesen. Mit diesem Buch stellt sie nun ihren Arbeitsansatz, das was sie ihn ihrer Arbeit leitet, nämlich die Suggestopädie vor. Neben der Beschreibung dieser „Lehrmethodik“ , die ihren Ursprung in den 60 Jahren im Sprachenunterricht hat und später weiterentwickelt auch in Aus- und Weiterbildungen mit anderen Themen Einzug gehalten hat, finden sich auch wieder zahlreiche praktische Anleitungen, reale Beispiele aus dem Trainingsalltag der Autorin sowie weiterer Trainerinnen, die ebenfalls mit „suggestopädischen Methoden“ arbeiten. Einige der Überlegungen und auch Übungen werden den LeserInnen wahrscheinlich bekannt vorkommen, auch wenn sie diese nicht der Suggestopädie zugeordnet hätten oder diese unter einem anderen Namen kennen. Hier werden einerseits gegenseitige Beeinflussungen der einzelnen „Lehrmethodiken“ aber auch Parallelentwicklungen sichtbar. Aber umso mehr zeigt sich aus meiner Sicht, dass sich „gute, anwendbare, sinnvolle Erkenntnisse durchsetzen und ihren Platz finden. Aus meiner Sicht ein lesenswertes Buch, um die Suggestopädie kennenzulernen und die eine oder andere Anregung für die eigene Trainingspraxis zu erhalten.
Wehrle Martin, Die 100 besten Coaching-Übungen-Das große Workbook für Einsteiger und Profis zur Entwicklung der eigenen Coaching-Fähigkeiten. Verlag mangerSeminare, April 2010, 368 Seiten, kt., ISBN 978-3-941965-05-8 Mit diesem Buch richtet sich der Autor vor allem an Personen, die sich mit Coaching-Techniken vertraut machen wollen. Aber er liefert nicht einfach ein Methodenhandbuch, sondern stellt zuerst die jeweiligen Methoden als Übung für die angehenden Coaches dar, dh man wird sofort zum Mittun eingeladen um erst dann die Methoden tw. in adaptierter Form für die Arbeit mit den KlientInnen nutzbar zu machen. Dadurch können die LeserInnen, ähnlich wie in einem Ausbildungssetting, nur gibt es leider niemanden, der einem Feedback gibt, ihre Coaching-Techniken aufbauen und erweitern. Die Methoden, die vorwiegend aus dem systemischen und NLP-Ansatz kommen, sind stringent aufgebaut und umfassen u.a. die Bereiche KlientInnenbild, Werte, Kommunikation, Visions- und Ressourcenarbeit, etc. Im letzten Kapitel werden, quasi zum Drüberstreuen noch Beratungsfälle vorgestellt, bei denen die LeserInnen zum Abrunden und Vertiefen ihrer durch das Durcharbeiten des Buches erlangten Fähigkeiten nochmals (leider nur fiktiv, aber sehr lehrreich) anwenden können. Ein gelungenes Buch, das hilft Kompetenzen als Coach aufzubauen und zu erweitern und auch in der Ausbildung von Coaches und SupervisorInnen bzw. verwandten Beratungsberufen als Ergänzung zu Präsenzseminaren seinen Platz finden wird.
Jörg Friebe, Reflexion im Training- Aspekte und Methoden der modernen Reflexionsarbeit, Juni 2010, 312 Seiten, kt., Manager Seminare, ISBN 978-3-941965-08-9
Im Unterschied zu vielen anderen Trainings-Büchern im Verlag Manager-Seminare, nimmt der Autor sich viel Raum um seine theoretischen Überlegungen, hier zum Thema Reflexion im Training, systemisch darzustellen und lebt damit vor, was der Titel verspricht – eine reflektierte und methodisch gute Aufbereitung des Themas. Er stellt sehr „bildhaft“ und gut nachvollziehbar ein Modell dar, an dem er ableitet, was bei der Reflexionsarbeit zu beachten ist. Leitfragen dabei sind: Was kann Reflexion leisten, welche Haltung(en) brauchen TrainerInnen um Reflexionsprozesse gut zu steuern und zu begleiten, wie können Reflexionsprozesse aufgebaut werden, damit sie nachhaltige Veränderungen bewirken, etc. ? Der Rest des Buches, ist wieder in typischer und bewährter ManagerSeminare-Manier verfasst. Es werden viele Methoden und deren Einsatz gut beschrieben dargestellt und auch Praxisbeispiele aus dem Eigenen Tun des Autors werden vorgestellt. Viele der Methoden sind sicherlich erfahrenen TrainerInnen durchaus geläufig, einige wiederum neu. Der Autor leistet aber durch seine Fokussierung auf Reflexionsprozesse und vor allem durch seine dadurch abgeleitete systematische Darstellung einen wichtigen Beitrag in der Weiterentwicklung von TrainerInnen, wenn sich diese mit diesem Buch vertraut machen. Das Buch wird ergänzt um zahlreiche Download-Vorlagen, die zum Umsetzen des Gelesenen einladen. Lahninger Paul. Reise zur Lösung. Coaching-Kompetenz für Beratung, Teamentwicklung, Führung und Lehrtätigkeit. Bonn 2010. Manager Seminare, ISBN: 978-3-941965-00-3
Paul Lahninger stellt in seinem neuesten Buch, kompetent, klar strukturiert und sehr verständlich dar was Coaching ist, und bietet praktische Anleitungen für Coachingprozesse. Er stellt unterschiedliche, aber sehr typische Beispiele von Coachingprozessen dar, auf die jede/r Coach im Laufe eines Coachingslebens treffen wird und zeigt beispielhaft, wie er mit diesen Fragestellungen und Situationen umgegangen ist und gibt dadurch Anleitung fürs eigene Tun. Man findet in diesem Buch Theoretisches aber vor allem Praktisches für die Beratungstätigkeit als Coach. Beim Lesen jedes einzelnen der bisherigen Bücher von Paul Lahninger, hat man das Gefühl, dass er gerne und auch großzügig sein Wissen weitergibt. Mit diesem Buch schließt er sehr gut an die bisherigen an. Das Buch hat das Potenzial ein Grundlagenwerk zu Coaching zu werden.
lbrecht Boeckh: Methodenintegrative Supervision. Ein Leitfaden für Ausbildung und Praxis. Klett-Cotta Verlag (Stuttgart) 2008. 285 Seiten. ISBN 978-3-608-89063-1.
Der Autor gibt mit diesem Buch ein eindeutiges Plädoyer für einen methodenintegrativen Ansatz in der Supervision ab und versucht dies, gut nachvollziehbar, zu begründen. Im ersten Kapitel lädt er die LeserInnen zu einem Spaziergang durch die Grundlagen der Supervision, und streift dabei auch die Themen Organisation, Team, Konflikt und die Bedeutung von Beziehung in der Supervision. Dabei verweist er auf wichtige Modelle und Theorien, auf die SupervisorInnen in ihrer Arbeit Bezug nehmen, um damit auch die ersten Anknüpfungspunkte zu schaffen, warum unterschiedliche Ansätze und Methoden in der Supervision nicht nur sinnvoll sondern auch notwendig sind. Im zweiten Kapitel stellt der Autor gut zusammengefasst spezielle Methoden aus psychotheapeutischen Verfahren (Psychoanalyse, systemischer Ansatz, Gestalt, Psychodrama, Emotion Focused Therapy und Transaktionsanalyse) und ihre Integration in die Supervision dar. Was der Autor nicht schafft, und wahrscheinlich auch nicht beabsichtigt hat, daraus einen (eigenen) integrativen Supervisionsansatz zu entwickeln. Es bleibt mehr beim Nebeneinanderstellen von Methoden aus einzelnen Ansätzen, die bei Bedarf sinnhaft auszuwählen und einzusetzen sind (daher auch der passende Titel methodenintegrative Supervision) und die sich von der Grundhaltung her nicht widersprechen, sondern alle der humanistischen Psychologie zuzuordnen sind.
Abdul-Hussain, Surur; Baig, Samira Baig (Hrsg.): Diversity in Supervision, Coaching und Beratung, Facultas Verlags- und Buchhandels GmbH, Wien 2009, ISBN 978-3-7089-0307-01 Die beiden Herausgeberinnen liefern gemeinsam mit anderen AutorInnen interessante und aussagekräftige Beiträge zum Thema Diversität in Beratungskontexten. Alle AutorInnen sind ausgewiesene ExpertInnen zum Thema Gender und Diversity und erfahrene BeraterInnen. Jede/r AutorIn bringt seine/ihre theoretischen und praktischen Zugänge in den einzelnen Kapiteln zu Schwerpunktthemen (Behinderung, Sexualität, Geschlecht, Ethnie, etc. sowie die Verknüpfung systemischer und integrativer Beratunsgansatz mit Diversity) ein. Am Ende des Buches stellen die AutorInnen das Tool „Diversity reflektiert“ für SupervisorInnen, Coaches und BeraterInnen zur diversity-sensiblen Reflexion und Vorbereitung von Beratungsprozessen zur Verfügung. Die AutorInnen schaffen mit diesem Buch den Spagat zwischen theoretischer Fundierung und praktischer Umsetzung, und dies aus sehr unterschiedlichen „Diversity-Ansätzen“. Ein sehr empfehlenswertes Buch.
Neumann-Wirsig, Heidi . Supervisions-Tools - Die Methodenvielfalt der Supervision in 55 Beiträgen renommierter Supervisorinnen und Supervisoren. Praxishandbuch Beratung 333 S. , managerSeminare Verlag. Bonn 2009, ISBN 3-936075-81-6 Wieder ein Methoden-Buch für BeraterInnen! Während die letzten Jahre Methoden-Bücher für BeraterInnen großteils Coaching im Titel hatten, fällt dieses Buch durch den verwendeten Titel „Supervisions-Tools“ auf. Bereits im Einleitungskapitel wird der Tradition von Supervision nachgegangen und es wird versucht, Supervision von Coaching abzugrenzen. Es folgt eine sehr verständliche und gut nachvollziehbare Beschreibung von Methoden, die in bestimmten Phasen und Settings (Einzel, Team, Gruppe) von Supervisionen einsetzbar sind. Es muss nicht extra erwähnt werden, dass diese Methoden genauso gut auch für andere Beratungsformate, wie Coaching, Sozial- und Lebensberatung, etc. eingesetzt werden können, aber ich finde es allemal gut, dass auch die Supervisionsszene mit einschlägigen Büchern aufhorchen lässt und nicht das Feld nur dem Phänomen „Coaching“ überlässt. Zu den Methoden lässt sich noch erwähnen, dass junge, weniger erfahrene BeraterInnen von diesen profitieren können, und selbst ältere, bereits sehr erfahrene BeraterInnen werden vielleicht noch die eine oder andere Methode finden, die sie vorher noch nie angewandt haben. Ein sehr gelungenes Buch.
Sandra Eisenmann, CD-Konzept: Selbstkompetenz für Führungskräfte (Vol. 1), managerSeminare Verlags GmbH, Bonn 2009, ISBN: 978-3-936075-86-1 Sandra Eisenmann setzt einen Trend fort, der bereits vor einigen Jahren begonnen hat – fertige Trainingskonzepte auf elektronischer Basis, die schnell einsetzbar und vervielfältigbar, aber sehr wohl individuell und für unterschiedliche Zielgruppen und Kontexte adaptierbar sind. Sie bietet eine umfassende Sammlung an Flipchart und Power Point Unterlagen, die das gesamte Spektrum zum Thema Führung (Führung und Führungssstile, Teamentwicklung, Burn Out, Kreativität, Stressbewältigung, etc.) gut abdecken, bzw. auch Hintergrundinfos zu Training generell und Einsatz der Unterlagen. Eine empfehlenswerte Unterstützung für TrainerInnen und auch für Führungskräfte, aber es ersetzt sicher nicht die eigene Auseinandersetzung in Seminaren, Coachings, etc. zu Führung und Selbstkompetenz. Die CD ist aber eine gute Bereicherung, die allerdings auch ihren Preis hat.
Leo Baumfeld, Richard Hummelbrunner, Robert Lukesch, Instrumente systemischen Handelns: Eine Erkundungstour, Rosenberger Fachverlag, Leonberg 2009, ISBN 978-3-931085-69-8 Die Autoren, allesamt sehr erfahrene Berater in der Organisations- und Regionalberatung offerieren mit diesem Buch eine Gesamtschau über Systemtheorie, Ansätze und Instrumente, die in der systemischen (Organisations- und Regional-)Beratungspraxis angewendet werden, und noch einiges darüber hinaus, und stellen damit für BeraterInnen, Führungskräfte, politisch Aktive, etc. relevantes systemischen Wissen zur Verfügung. Die LeserInnen können das Buch als Lesebuch nutzen, aber auch ähnlich wie in einem Lexikon nach Begriffen wie Wissensmanagement, systemische Strategieentwicklung, Diaologos, world cafe, etc. stöbern und ihren ersten Wissensdurst stillen. Wer Lust auf mehr hat, kann sich durch ausführliche Literatur- und Internetseiten-Angaben weiter vertiefen.
Kolodej, Christa, Mobbingberatung - Fallbeispiele und Lösungen für BeraterInnen und Betroffene, Verlag: Facultas, Wien 2008, ISBN 13: 978-3-7089-0229-6 Die Autorin bietet einen sehr guten Ein- und Überblick über Theorie und Praxis des Mobbing und der Mobbingeberatung. Während der erste Teil die Theorie zu Mobbing(Definition, Einflussfaktoren, Konflikttheorien, Gruppendynamik, etc.), und Beratung bei Mobbing (systemischer Beratungsansatz, 7 Schritte der Mobbingberatung, etc.) abbildet, werden im 2.Teil Fallgeschichten präsentiert, die den typischen Verlauf, die Dynamik und schließlich die Bewältigung von Mobbing aufzeigen. Den LeserInnen wird so nicht nur das Phänomen Mobbing bewusst gemacht, sondern er/sie kann anhand konkreter Fälle wichtige Interventionen und ihre Wirkung nachvollziehen. Im letzten Teil werden die Interventionsmöglichkeiten nochmals anschaulich dargestellt. Der Autorin ist ein sehr praxisnahes Buch gelungen, dass für BeraterInnen und Betroffene sehr lesenswert und hilfreich sein kann.
Ralph Schlieper-Damrich, Petra Kipfelsberger, Netzwerk Coach Pro (Hrsg.), Wertecoaching – Beruflich brisante Situationen sinnvoll meistern, managerSeminare Verlags GmbH, Bonn 2008 Die AutorInnen greifen ein ganz wichtiges, und immer wiederkehrendes Thema des Coaching auf, nämlich Sinnorientierung und Wert. Sie nehmen als Ausgangsbasis für ihre Überlegungen die Logotherapie bzw. Existenzanalyse Viktor Frankls, die sich gerade für diese Thematik besonders gut zu eignen scheint, ist doch für Frankl Sinn bzw. Sinnorientierung, was den Menschen als Menschen ausmacht, Die LeserInnen werden von den AutorInnen durch die Grundüberlegungen Viktor Frankls begleitet und erhalten dadurch eine Einführung in Theorie und Methodik der Logotherapie bzw. Existenzanalyse. In anschaulich beschriebenen Coachingprozessen bekommen die LeserInnen anschließend einen Einblick, wie diese Überlegungen in die Coachingpraxis einfließen können. Ein empfehlenswertes Buch für alle BeraterInnen die sich mit Werten und Sinn von Personen und sozialen Systemen beschäftigen.
Röhrig Peter (Hrsg.), Solution Tools- die 60 besten, sofort einsetzbaren Workshop-Interventionen mit dem Solution-Fokus, managerSeminare Verlags GmbH, Bonn 2008 Für dieses empfehlenswerte Buch hat der Herausgeber nur Beiträge von mehr oder weniger bekannten BeraterInnen, die sich alle einem lösungsfokussierten Beratungszugang, begründet durch Steve de Shazer und Insoo Kim Berg, zusammengetragen. Die AutorInnen der einzelnen Beiträge beschreiben sehr verständlich und nachvollziehbar jeweils eine von ihnen ausgewählte Methode/Intervention die im Gruppensetting (in Workshops, Seminaren, etc.) eingesetzt werden kann. Dabei finden sich Methoden für die Anfangsphase, genauso wie für schwierige Teamprozesse und das Ende von Workshops. Es handelt sich dabei Großteils um Interventionen, die in anderen Methodenbüchern (noch) nicht enthalten sind, und hat somit Neuigkeitscharakter und ist schon aus diesem Grund empfehlenswert, aber auch der gemeinsame Ansatz, der den Methoden/Interventionen zu Grunde liegt, hebt das Buch erfreulich von anderen „Methodenbüchern“ ab. Christopher Rauen (Hrsg.), Coaching-Tools II – Erfolgreiche Coaches präsentieren Interventionstechniken aus ihrer Coaching-Praxis, managerSeminare Verlags GmbH, Bonn 2007, ISBN-13:978-3-936075-65-6, Dieses Buch reiht sich in eine fast schon unendliche Fülle von Handbüchern für BeraterInnen und TrainerInnen ein, die ausführlich, verständlich und kompetent Methoden aus ihrer eigenen Anwendungspraxis darstellen. Gemeinsam ist diesen Büchern, dass „bekannte und erfolgreiche BeraterInnen“ ihre Methoden, teilweise adaptiert aus bekannten und traditionellen Methoden zeigen, diese aber unreflektiert ohne Einbettung in Beratungsansätze und –theorien rezipieren. Während viele Bücher dieses Detail einfach ignorieren bzw. zumindest nicht thematisieren, hebt sich dieses Buch positiv davon ab. Im Einleitungskapitel wird das bloße Lernen und Anwenden von Methoden, so wie es leider mittlerweile auch in manchen Aus- und Weiterbildungen der Fall ist, als „zuwenig“ für das professionelle Beraten kritisiert. Die zentrale Aussage dieses Kapitels lautet daher: Es braucht eine theoretische Fundierung, auf die sich dann das praktische Tun bezieht, begleitet von ständigen Reflexionsprozessen, wie sie auch bei PsychotherapeutInnen und SupervisorInnen während ihrer Ausbildung UND berufsbegleitend stattfinden. Die dargestellten Methoden sind den 5 Phasen des COACH-Modells nach Rauen und Steinhübel (Come together, Orientation, Analysis, Change, Harbour) zugeordnet, und sind gut verständlich sowie nachvollziehbar mit Beispielen illustriert, wiedergegeben. Das Buch ist für alle BeraterInnen und vor allem Coaches empfehlenswert, die „nicht unhinterfragt“ ihr Methodenrepertoir erweitern möchten.
Giso Weyand, Sog-Marketing für Coaches- So werden Sie für Kunde und Medien (fast) unwiderstehlich, managerSeminar Verlags GmbH, 2.Auflage, Bonn 2007 ISBN: 978-3-936075-49-6 Das Buch beschäftigt sich mit DER Frage, die sich jede/r Coach und BeraterIn am Beginn und während ihrer/seiner Berufskarriere stellt - Wie vermarkte ich mich, damit ich zu Aufträgen komme? Der Autor setzt dabei bei den aus seiner Sicht zentralen und wichtigsten drei Punkten an: Positionierung, Inszenierung und Profilierung. Er bietet einerseits einen Wegweiser und Unterstützung durch konkrete Fragestellungen, mit denen sich die LeserInnen ausführlich beschäftigen sollten, und andererseits auch konkrete Praxisbeispiele, damit die Ideen auch zur Realisierung kommen. Besonders herausgreifen möchte ich die „Anleitung“ zur Homepagegestaltung und der Positionierung mittels Publikationen sowie die Erfahrungsberichte von erfahrenen, namhaften Coaches zu ihrem Marketing. Giso Weyand ist mit diesem kurzweiligen Buch ein sehr gutes, zum Nachdenken und zum sofortigen Umsetzen gedachtes Buch zu Marketing für Coaches und verwandte Berufe gelungen. |